Cookie Banner | Tools, Tipps & Tricks

CMP Technik - Anleitungen, Tipps und Tricks für die technische Intergration Ihres Cookie Banners und Consent Management Systems

10 Tools für Cookie Banner und Cookie Management

Überblick der CMP und Cookie Banner Tools

Häufig wird auf der Startseite nur mittels knappen Verweises auf die Datenschutzerklärung auf die Verwendung von Cookies hingewiesen. Mit dem Klick auf AKZEPTIEREN ist die Cookie-Story für den Webseitenbesucher oft gegessen.

Doch ist diese Lösung datenschutzrechtlich optimal? Oder besser: überhaupt erlaubt?

Denn ein alleiniger Hinweis auf die Verwendung von Cookies genügt den Richtlinien des Datenschutzes nicht mehr. Es muss eine explizite Einwilligung für die Nutzung von Cookies eingeholt werden. Und das, bevor ein Cookie gesetzt wird. Was kann der Webseitenbetreiber machen, um die Einwilligungen am besten einzuholen und im Nachhinein zu verwalten?

Hierfür eignet sich ein Consent Manager Service.
Denn dieser übernimmt die Abfrage sowie die rechtssichere Speicherung der Zustimmung („Consent“) für jeden einzelnen Webseitenbesucher.

Auf dem Markt gibt es mittlerweile viele Unternehmen, die ein solches Tool anbieten – wie soll man sich da entscheiden?
Um herauszufinden, welches Tool am besten geeignet ist, sollte zuerst geklärt werden, welche Funktionen ein Consent Manager Service (oder auch Consent Management Plattform) erfüllen sollte:

Funktionen

  • Die Dokumentation der Einwilligung zu gesetzten Cookies
  • Das Tool sollte die Möglichkeit bieten, die Einwilligung einfach zu widerrufen
  • Information des Benutzers
  • Außerdem sollte die Freiwilligkeit der Einwilligung
  • Und die Zustimmung granular sichergestellt werden
  • Besonders wichtig: Explizite Einholung der Zustimmung und Vorherige Einholung der Zustimmung zur Nutzung von Cookies

Eine grafische Übersicht über die Funktionen einer Consent Management Plattform (CMP):

Wie funktioniert eine CMP

Damit Sie sich nicht auf eigene Faust durch das Angebots-Wirrwarr schlagen müssen, finden Sie hier die 8 besten Tools und 2 Open-Source Lösungen, die Ihnen den Umgang mit Cookie-Consent-Bannern erleichtern werden.

1. Usercentrics

Usercentrics – eine Software Lösung für Unternehmen, die Einwilligungen des Webseitenbesuchers zu den verwendeten Cookies legal beschafft und dokumentiert.

Großer Vorteil: Usercentrics bietet ein Meer an Individualisierungsmöglichkeiten für Ihr Consent Banner; so kann die technische Implementierung des Tools und das Design komplett nach den Wünschen und Vorstellungen Ihrer Firma gestaltet werden.

Darüber hinaus bietet Usercentrics die Möglichkeit, das Tool gleichzeitig über multiple Channel zu nutzen. Bedeutung für den Nutzer des Tools: Der Consent Manager Service kann parallel auf Ihrer Webseite, Ihren Subdomains und Ihrer App genutzt werden – ohne verlangsamte Ladezeit oder Skalierbarkeit. Resultat: Der Webseitenbetreiber spart Zeit, Nerven und Geld, da das Consent Banner nach einmaliger Erstellung für alle Domains identisch ist.

Wurde Ihr Interesse geweckt? Dann finden Sie auf der Usercentrics Webseite alle Infos auf einen Blick.

2. Iubenda

Dieses Tool aus Italien geht über Cookie-Consent hinaus; Iubenda eignet sich zur Speicherung, Steuerung und rechtlichen Absicherung von Geschäftsbedingungen, Opt-Ins, Cookies etc. – Sie merken: alles, was das Webseitenbetreiber-Herz begehrt.
Im Detail: Das Tool von Iubenda deckt die Basics im Cookie-Consent ab und liefert den Zugang zu Funktionen, wie dem benutzerfreundlichen Dashboard für Nutzer. Darin können Einverständniserklärungen und Historien zu Einverständniserklärungen überprüft und Einwilligungen - inklusive Worlaut, mit dem der Benutzer zur Einwilligung aufgefordert wurde - verfolgt werden. Somit ist das Tool für Freelancer und Kleinunternehmen geeignet.
In Arbeit: das Unternehmen kündigte weitere Funktionen an: so sollen Webhooks und zertifizierte Zeitstempelung der Zustimmungen bald veröffentlicht werden.
Das Tool ist EU-Richtlinien konform und bietet 8 verschiedene Sprachen zur Auswahl – darunter auch deutsch.

3. Cookiebot

Der DSGVO und ePrivacy Verordnung konforme Cloud Service kann für jede Webseite verwendet werden; eine Kopie des JavaScript-Codes aus dem Cookiebot-Manager reicht aus.

Automatisierte Cookie Scans inklusive Berichterstattung, sowie die Schaltung eines Cookie Banners beim ersten Aufruf Ihrer Webseite sind dabei Kernfunktionen von Cookiebot. Alleinstellungsmerkmale sind unter anderem die Integration des Google Tag Managers oder die Blockierung aller Cookies von Erst- und Drittanbietern auf Ihrer Webseite.

Haben Sie Interesse an diesem Service? Dann schauen Sie in der vollständigen Liste aller Funktionen nach, oder nutzen Sie die Demo-Version.

4. Borlabs

Borlabs Cookie 2.1 – ein Cookie Consent Plugin für WordPress.
Haben Sie dieses Tool einmal installiert, erhalten Sie die Möglichkeit, Statistiken und UIDs Ihrer Webseitenbesucher einzusehen und Historien abzurufen.

Eine Besonderheit: Bei Borlabs können Sie Cookies thematisch in beliebig viele Gruppen einteilen. So lassen sich Skripte besser zuteilen.

Individualisierungsmöglichkeiten sind im Layout und der Wahl zwischen Cookie Box oder Cookie Bar gegeben.

Zum rechtlichen Aspekt: Borlabs hat seinen Sitz in Deutschland. Somit ist das Unternehmen DSGVO konform und richtet sich nach deutschem, sowie nach europäischem Recht. Darüber hinaus schafft Borlabs durch stetige Aktualisierungen einen garantiert DSGVO-konformen Service.

5. OneTrust

OneTrust bietet die Möglichkeit, die vorkonfigurierten Cookie Banner nach den Wünschen Ihres Unternehmens zu gestalten. Somit kann das Cookie Banner an Ihr Corporate Design und die internen Cookie Regelungen angepasst werden. Dabei können Sie unter 50 Sprachen auswählen.

Im Kontingent von OneTrust ist darüber hinaus auch ein Cookie Richtlinien Generator. Dieser soll an den von Ihnen ausgewählten Optionen eine umfangreiche Cookie Richtlinie erstellen. Sie müssen diese nur kopieren und in Ihre Datenschutzbestimmung einfügen.

Besonderheit des Tools: OneTrust gibt an, konform zu den aktuellen, sowie den zukünftigen EU-Richtlinien zu sein.

Bevor Sie sich endgültig für das Tool entscheiden, haben Sie die Möglichkeit, vorab eine kostenlose Demo-Version zu nutzen.

6. PiwikPro

PiwikPro Consent Manager – dieses Tool holt Einwilligungen der Webseitenbesucher ein, trackt diese und speichert Sie an einem zentralen Ort. Dabei können Sie alle Daten bezüglich der Einwilligungen der Nutzer, A/B Tests oder Consent Conversions einsehen.

Die Anpassung von Cookie Bannern, Cookie Texten und Widgets ist bei PiwikPro inbegriffen. So können Sie Individualisierungen vornehmen und verschiedene Templates für Ihr Cookie Banner gestalten und auf Ihrer Webseite ausspielen.

Preis:
Dieses Tool liegt preislich weit über den anderen Tools. Woran liegt dies? PiwikPro Consent Manager ist ein Teil der Piwik Pro Analytics Suite. Dadurch erhalten Sie Zugriff zu Web und App Analytics, dem Tag Manager, sowie dem Consent Manager. Damit stellt Piwik Pro eine umfangreiche Lösung für Ihr Unternehmen dar.
Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie dieses Tool benötigen, können Sie eine kostenlose Demo Version in Anspruch nehmen.

7. TrustArc

Die Funktionen dieses Tools sind weitreichend. So bietet der Cookie-Consent Manager von TrustArc unter anderem visuelle Individualisierungsmöglichkeiten wie das Branding der Cookie Banner oder Anpassung zu Cross-Domain Cookie-Consent, Tracking- und Cookie-Scanning oder der Integration mit verschiedenen Tag Manager Systemen. Dabei entspricht der Service der DSGVO, CCPA sowie der ePrivacy Verordnung.

Besonderheit: bei TrustArc können eigene Cookie Einwilligungen für andere Webseiten gesteuert werden.

Preis: Auch bei TrustArc werden die Preise individuell an Ihr Unternehmen angepasst. Durch eine kostenlose Demo-Version können Sie das Tool besser kennenlernen.

8.  Consentmanager

Diese Plattform verfolgt einen cookiebasierten Ansatz. Automatische Cookie-Erfassung ist in jedem Paket enthalten. Darüber hinaus sind verfügbare CMS oder Shopsysteme in alle Pakete integrierbar. Die Individualisierung des Designs ist erst ab der Nutzung des Standard-Paketes möglich.

Open Source Lösungen

1. Klaro!

Die Funktionen von Klaro! umfassen:

  • die Verwaltung von Inline- als auch externen Skripten
  • sowie die Verwaltung von statischen Tracking-Elementen wie Bilder oder Style-Sheets
  • das Hinzufügen neuer Apps mithilfe weniger Codezeilen
  • Multilinguale Gestaltung der Cookie Zustimmung
  • Geringe Datenkapazität und somit geringe Ladezeiten

dabei ist das Tool einfach, unauffällig und für mobile, sowie Desktop-Browser optimiert.

Diese Open Source Lösung ist unter BSD-3 lizensiert.

2. OIL

Das Einverständnismanagement von OIL ermöglicht Ihnen die Gewährleistung der Einhaltung der DSGVO und der Datenschutzbestimmungen.

Die Funktionen von OIL auf einen Blick:

  • Einwilligungen zur Datenverarbeitung werden für den Nutzer transparent verwaltet
  • Weitergabe dieser Informationen an die gesamte Werbelieferkette
  • Individuelle Anpassung des Banner Textes, des Designs, des Standorts, des CPC-Designs
  • A/B Tests: Anlegung und Auswertung

Das Open Source Tool OIL basiert dabei auf dem IAB TCF-Standard.

Fazit

Alle Tools erfüllen die Anforderungen an ein effizientes und sicheres Cookie Consent Management. Plus: Sie sind durch die Verwendung eines solchen Tools datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite.
Damit sich die Verwendung eines solchen Tools nicht negativ auf Ihre Conversionsrate ausübt, sollten Sie einen Anbieter wählen, bei dem Sie Individualisierungsmöglichkeiten nutzen können.

Wenn das Cookie Banner Design zu dem der Webseite passt, wird es nicht als störend empfunden. Es könnte im Gegenteil die Vertrauenswürdigkeit Ihres Unternehmens steigern.

Technische Umsetzung

Damit Sie bei der Erstellung Ihres Banners nicht in nervenaufreibende Bastel-Aktionen verfallen, haben wir Ihnen hier einen Überblick über die besten technischen Lösungen für die Betreibung und Erstellung des Cookie Banners bereitgestellt:

Die meisten großen Consent Management Systeme haben mittlerweile ein oder mehrere Plugins, mit denen Sie das Thema Cookie-Consent bedienen. Ob WordPress, plattformunabhängige Anbieter oder individuelle Lösungen - die Erstellung ist kein Hexenwerk.

Tipps

Auch wenn Sie eine Lösung gewählt haben, die zu Ihrem Unternehmen passt und sich nach Ihren Vorstellungen individualisieren lässt, ist dies noch keine Garantie für eine höhere Opt-in Rate.

Was können Sie als Webseitenbetreiber tun?

Die beste Möglichkeit: Hypothese aufstellen, optimieren, Ergebnisse einholen und neue Hypothese bilden.

Diese Methode ist am aussagekräftigsten, wenn Sie ab Beginn der Installation mit dem Aufstellen von Hypothesen beginnen.

Merken Sie sich dabei: je mehr Gestaltungsmöglichkeiten Ihr Tool zur Auswahl stellt, desto mehr Optimierungsmöglichkeiten haben Sie.

Manche Tools, wie Usercentrics, bieten die Möglichkeit des A/B-Testings an - So wird Ereignis-Tracking kinderleicht.

Welche Hypothesen bieten sich an?

Bilden Sie Cluster, in denen Sie Verbesserungsideen zusammenfassen: Soll Ihr Banner inhaltlich umgestaltet werden? Soll die Formatierung geändert werden? Oder soll die Farbwahl überarbeitet werden?

Denn die Ausrichtung und Position eines Banners oder die Farbwahl des Hintergrundes oder der Buttons können schon große Auswirkungen auf die Einwilligungs-Bereitschaft des Users haben.

Deshalb: Probieren Sie aus; was geht - was geht nicht? Ruhen Sie sich nicht auf einem einmal erstellten Cookie Banner aus. Denn ein gutes Cookie Banner kann bei richtiger Integrierung im Einklang mit Ihrer Marketing-Strategie stehen und die Opt-in-Rate Ihrer Webseite verbessern.

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