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Datenvernichtung – so löschen Sie richtig

Daten einfach zu löschen bedeutet nicht, dass sie endgültig vernichtet wären. Wie es richtig geht – und was in Österreich schief gelaufen ist.

Der Worst Case

Äußerst dumm gelaufen ist der Fall des österreichischen Regierungsmitarbeiters. Er hatte fünf Festplatten seiner Behörde physisch zerstören lassen, aber einen falschen Namen angegeben, die Rechnung nicht bezahlt und war bei der Ablieferung gefilmt worden.

Mitarbeiter des Datenvernichtungsunternehmens identifizierten ihn später anhand von Fernsehaufnahmen. Die Pointe dieser kurzen Geschichte: Es handelte sich um den Social-Media-Beauftragten von Ex-Kanzler Kurz. Die daraus entstandene „Schredderaffäre“ ist noch nicht ausgestanden. Möglicherweise enthielten die Festplatten brisantes Material zu der „Ibiza-Affäre“, die die vorige österreichische Regierung zu Fall brachte.

Datenrekonstruktion oft möglich

Dass sich von Festplatten gelöschte Daten zumeist wiederherstellen lassen, ist bekannt – und durchaus gern gesehen. Wer schon einmal versehentlich eine wichtige Datei gelöscht hat, weiß, wie ärgerlich das ist. Die Datenrekonstruktion ist deshalb möglich, weil beim einfachen Löschen nur der Eintrag der Dateien im „Inhaltsverzeichnis“ der Festplatte überschrieben wird, nicht aber die Daten selbst. Selbst die Neuformatierung der Festplatte reicht nicht aus, um Daten vollständig zu zerstören.

Festplatten sicher löschen – gängige Verfahren

Wer sensible Daten wirklich gründlich und endgültig vernichten möchte, hat mehrere Möglichkeiten.

  1. Software: Sogenannte Schredder-Software löscht nicht nur die Einträge im Inhaltsverzeichnis, sondern auch den Festplattenbereich, auf dem sich die Daten befinden. Anschließend überschreibt die Software diesen Bereich einfach oder mehrfach mit (unsinnigen) Daten. Die Rekonstruktion ist schwierig und erfordert Expertenwissen und -technik.
  2. Zerstörung: Wer extrem gründlich sein möchte, baut gleich die ganze Festplatte aus und lässt sie in einem Fachbetrieb erhitzen und/oder physisch zerstören („Schreddern“). Dabei wird die Festplatte samt Gehäuse zu Granulat verarbeitet. Eine Rekonstruktion ist praktisch ausgeschlossen. Allerdings ist dieses Verfahren aufwändig und teuer, da Sie die Festplatten ersetzen müssen.

Fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten!

Ihr Datenschutzbeauftragter schlägt Ihnen gern eine passende Lösung zur Datenvernichtung vor und erstellt auch ein passendes Löschkonzept für personenbezogene und sensible Daten. Bitte sprechen Sie ihn bei Ihrem nächsten Termin darauf an.

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