Rückblick: Was wissen Sie schon über Cookie Banner?

Wie die rechtliche Lage aussieht und warum meine Webseite ein Cookie Banner benötigt? Check!
Wie ich mein Cookie Banner am besten formuliere? Check!
Wie ich den Webseitenbesucher zur Einwilligung bringe? Check!

Doch wo platziere ich mein Cookie Banner so, dass der Webseitenbesucher auch wirklich seine Einwilligung abgibt?
Wir zeigen Ihnen hier die Varianten zur Platzierung Ihres Cookie Banners inklusive der Pro´s und Con´s.

Das Auge isst mit – die visuelle Gestaltung Ihres Cookie Banners kann somit die halbe Miete zur Abgabe einer expliziten Einwilligung ausmachen.

Platzierung des Cookie Banners: Was geht – was ist möglich?

Sticky

Wie der Name sagt: Das Banner bleibt dort haften, wo es angebracht wurde. Bis der Webseitenbesucher also der Verwendung von Cookies zustimmt oder diese ablehnt, bleibt dieses Banner an Ort und Stelle – ob am oberen (Top) oder unteren Rand (Bottom) der Webseite – das Banner bleibt da, wo es ist.

Manche Webseitenbetreiber bringen Ihr Banner im Content (Body) an. In dieser Variante wird das Banner über den restlichen Inhalt der Webseite gelegt und ist beim Scrollen fixiert. Und auch hier: Sie können das Banner ganz nach Ihren Wünschen platzieren. Ob mittig, links unten, rechts oben …

Achtung! Das Banner darf den Link zu Ihrer Datenschutzerklärung nicht überdecken. Denn diese muss jederzeit und ohne Blockaden aufrufbar sein. Falls dies nicht so ist, werden die Aufsichtsbehörden kein Auge zudrücken, obwohl Sie ein tolles und DSGVO-konformes Cookie Banner vorweisen können.

Pro´s
  • Es gibt viele Möglichkeiten, das Banner an Ihr Corporate Design anzupassen; durch Ort, Größe etc.
  • Das Banner wird nicht als störend empfunden, da der Webseitenbesucher Zugriff auf den Content der Webseite hat.
  • Das Banner bleibt an Ort und Stelle: heißt, dass der Webseitenbesucher auch nach Interaktionen oder Scrollen an die Abgabe der Einwilligung erinnert wird und nicht nur im ersten Moment nach dem Aufruf der Webseite.
Con´s
  • Interaktion ist auch komplett ohne Einwilligung möglich. Der Webseitenbesucher kann das Banner auch komplett ignorieren und die Webseite ohne sein Opt-in verlassen.
Sticky Consent Banner

Non-Sticky

Wenn eins und eins zusammengezählt werden, erschließt sich einem schnell, was sich hinter dieser Banner Variante verbirgt.

Richtig: Das Banner bleibt nicht haften. Scrollt der Webseitenbetreiber durch die Webseite, wird das Banner von der Bildfläche verschwinden.

Pro´s
  • diese Banner-Art wird selten als störend empfunden, da das Banner nur in der "Startposition" der Webseite angezeigt wird.
Con´s

„Aus den Augen – aus dem Sinn“  Denn wenn der Besucher der Webseite wird schon nach wenigen Sekunden des Scrollens nicht mehr an das Cookie-Banner erinnert. Und wird er wahrscheinlich auch nicht zum Banner zurückscrollen, um seine Einwilligung abzugeben.

Non Sticky Consent Banner

Staying

Dieses Banner bleibt an Ort und Stelle. Da ist es auch egal, ob der Webseitenbesucher über die Webseite scrollt oder auf Unterseiten geht.

Das Banner verschwindet nicht nach Zeit, sondern erst, wenn der Webseitenbesucher aktiv auf „Zustimmen“ oder „Ablehnen“ drückt.

Pro´s
  • da das Banner nicht verschwindet wird der Besucher stetig an die Einwilligung erinnert. Dies kann die Opt-in-Rate steigern.
Con´s
  • auf der anderen Seite kann diese Banner Variante auch als störend empfunden werden. Das könnte dazu führen, dass der Nutzer die Seite verlässt oder das Banner wegklickt.

Tipp: Wie kann man diesen Effekt minimieren? Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: wenn Sie sich für dieses Banner entscheiden, können Sie die störende Komponente mithilfe der grafischen Gestaltung wettmachen.

  • Gestalten Sie das Banner in einer dezenteren Farbe – somit tritt das Banner optisch zurück.
  • Haben Sie beispielsweise einen Header-Bereich, können Sie das Banner farblich daran anlehnen
  • Ganz wichtig hierbei: Achten Sie darauf, dass das Banner leserfreundlich bleibt. Bewahren Sie ausreichend Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund.
staying consent banner

Non-Staying

Bei dieser Variante verschwindet das Banner nach dem Scrollen oder bei weiteren Interkationen auf der Webseite. Das Banner ist also

Pro´s
  • Diese Variante ist am nutzerfreundlichsten
Con´s
  • Diese Variante spielt Ihrer Opt-In-Rate wahrscheinlich nicht in die Karten: Der Nutzer wird einmalig an die Verwendung von Cookies erinnert. Wenn der Nutzer jedoch weiter scrollt, wird er nicht mehr an die Einwilligung erinnert und gibt diese wahrscheinlich auch nicht mehr ab.

Tipp: Wie kann man dem entgegenwirken?

  • Es bietet sich an, das Banner in Größe und Farbe auffallender zu gestalten und somit die Aufmerksamkeit des Besuchers einzufangen.
  • Wenn Sie dann auch noch transparent über die Cookies und die Gründe für die Setzung von Cookies informieren, kann dies auf das Wohlwollen der Nutzer treffen.
non staying Consent Banner

Welche Variante passt zu meinem Unternehmen?

Machen Sie sich ein eindeutiges Bild darüber, was Sie mit Ihrem Cookie-Banner erreichen wollen, bzw. welches Interesse Sie verfolgen.

Geht man von dem Interesse der Steigerung der Opt-in-Rate aus, bietet es sich an, klipp und klar auf das Banner hinzuweisen. Wählen Sie eine Variante, bei der das Banner so präsent wie möglich ist.

Folge: der Nutzer wird aktiv an die Verwendung von Cookies erinnert und willigt wahrscheinlich schneller in die Nutzung ein.
Andererseits kann das Banner auch dezent und beiläufig integriert werden. So ist das Banner nutzerfreundlich gestaltet und stört nicht beim Surfverhalten. Jedoch kann so die Opt-in-Rate zu kurz kommen.

Unser Tipp: Entscheiden Sie sich für eine dieser Seiten – wenn Sie in Ihrer Lösung nichts Halbes und nichts Ganzes repräsentieren, kann dies negative Auswirkungen haben.

Fragen diesbezüglich? An uns!

Und wer weiß - vielleicht werden Sie durch eine schöne Einbindung Ihres Cookie-Consent-Banners ja mit einer höheren Opt-in-Rate belohnt.