Zahl der gemeldeten Datenschutzpannen verzehnfacht

Seit Mai 2018, als die DSGVO in Kraft trat, wurden deutlich mehr Datenschutzverstöße gemeldet – ein Erfolg der neuen Vorgaben.

Die Meldepflicht für Datenschutzpannen ist eine der zentralen Regelungen der DSGVO und in Artikel 33 DSGVO festlegt. Der Landesdatenschutzbeauftragte für Baden-Württemberg meldete für 2018 eine Verzehnfachung der Meldungen.

Die Hitliste der Datenpannen 2018

Das Spektrum der gemeldeten Datenpannen reichte von erfolgreichen Angriffen mit Verschlüsselungstrojanern bis zum Fehlfaxversand von Arztberichten. Die Hitliste der häufigsten Datenpannen für die vergangenen zwölf Monate sieht wie folgt aus:

  1. Postfehlversand
  2. Hacker-Angriffe, darunter auch Malware und Trojaner
  3. Fehlversendungen von E-Mails,
  4. Diebstahl von Datenträgern.

Ebenfalls auf den vorderen Rängen der Datenpannen lagen

  • der Versand von E-Mails mit offenem Adressverteiler,
  • der Verlust von Datenträgern und
  • der Fehlversand von Faxen.

Welche Datenschutzpannen müssen gemeldet werden?

Unternehmen müssen Datenschutzverletzungen, die zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen führen, spätestens 72 Stunden nach Bekanntwerden an die zuständige Datenschutzbehörde melden. Danach erfolgt die Information an die vom Datenabfluss betroffenen Personen. Es ist gleich, auf welchem Wege der Datenverlust erfolgte und ob bereits ein Missbrauch oder Schaden eingetreten ist oder nicht.

Sie müssen beispielsweise melden:

  • den Verlust eines USB-Sticks, wenn sich unverschlüsselte personenbezogene Daten darauf befinden – unabhängig davon, ob tatsächlich Unbefugte Zugriff auf diese Daten haben.
  • jeden Angriff auf das Computernetzwerk, durch den gespeicherte personenbezogene Daten beeinträchtigt wurden,
  • Angriffe mit einer Ransomware, die die personenbezogenen Daten des Unternehmens verschlüsselt und nur gegen Lösegeldforderung wieder freigibt,
  • die versehentliche Offenbarung  personenbezogener Daten durch einen Unternehmensmitarbeiter (z. B. offener Mailverteiler),
  • eine nicht ordnungsgemäße Entsorgung von personenbezogenen Daten.

So hilft Ihr Datenschutzbeauftragter

Bewerten Sie rechtzeitig Risiken für Datenpannen und beheben Sie die Schwachstellen. Hierbei hilft Ihnen gern ihr Datenschutzbeauftragter. In Baden-Württemberg wurden bereits zweimal Bußgelder in Höhe von je 80.000 Euro verhängt, die durch eine rechtzeitige Risikobewertung hätten vermieden werden können.

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